Barrierefreiheit ist eine Designvorgabe, keine Checkliste
Wer WCAG als Audit am Ende behandelt, baut dieselben Komponenten zweimal.
Barrierefreiheit als Audit am Projektende zu behandeln, führt dazu, dieselben Komponenten zweimal zu bauen. Die Befunde sagen nie „Fügen Sie ein Label hinzu"; sie sagen „dieses Muster kann nicht funktionieren" — und dann steht das Muster auf neunzehn Seiten.
Vorgaben gehören an den Anfang
Kontrast, Fokusreihenfolge, Zielgröße und Lesereihenfolge sind Designentscheidungen, keine Nachbesserungen. Im Wireframe gelöst kosten sie nichts. Nach dem Launch gelöst kosten sie einen Umbau — und der ändert meist das visuelle Design, das bereits freigegeben war.
Niemand nennt einen mobilen Breakpoint eine „Compliance-Anforderung". Barrierefreiheit ist dieselbe Art von Vorgabe und verdient denselben Rang.
Was wir im eigenen Prozess geändert haben
Drei Dinge, keines davon teuer: Kontrast wird in der Designdatei geprüft, bevor irgendetwas freigegeben wird. Für jedes interaktive Element wird das Tastaturverhalten neben dem Hover-Zustand notiert. Und jede Seite wird einmal ohne Maus durchlaufen, bevor sie als fertig gilt — das findet mehr als jeder automatische Scan, den wir eingesetzt haben.




